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4/2026 | „Own your power“ – Käthe-Kollwitz-Gymnasium überzeugt mit KI-Gesamtkonzept
Bild: Depositphotos / agsandrew
30.01.2026
Liebe Leserinnen und Leser,
beim erstmals vergebenen KI-Schulpreis ist unter anderem auch das Berliner Käthe-Kollwitz-Gymnasium für sein KI-Gesamtkonzept ausgezeichnet worden. Wir sprachen mit den Verantwortlichen über Ursprünge, Ausgestaltung und Umsetzung.
Außerdem erhalten Schüler/-innen mit den heutigen Halbjahreszeugnissen die Förderprognose für den Besuch einer weiterführenden Schule. Wir geben einen Überblick über die Möglichkeiten und Anforderungen beim anstehenden Schulwechsel.
Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.
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„Own your power“ – Käthe-Kollwitz-Gymnasium überzeugt mit seinem KI-Gesamtkonzept
Zum ersten Mal ist vergangene Woche der deutschlandweite KI-Schulpreis vergeben worden. Unter den Preisträger/-innen ist auch das Berliner Käthe-Kollwitz-Gymnasium, das den dritten Platz in der Kategorie „Gesamtkonzept“ belegte. Unsere Fragen zum KI-Konzept der Schule und seiner Umsetzung beantworteten uns Martin Jaunich (Koordination Schulentwicklung KI), Dr. Peter Krilles (Oberstufenkoordinator), Simone Ley (Schulleiterin) und Dr. Joanna Ziomkowska (Koordination ScienceCLASH).
Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium konnte beim KI-Schulpreis mit seinem Gesamtkonzept punkten. Seit wann wird das Thema Künstliche Intelligenz (KI) bei Ihnen grundlegend gedacht, was war die Motivation?
Ab 2023 wurde Künstliche Intelligenz für viele unserer Schüler/-innen Teil des Alltags – genauso wie für immer mehr Lehrkräfte. Diese Entwicklung wollten wir von Anfang an aufgreifen, um einen verantwortungsvollen und kompetenten Umgang mit KI zu ermöglichen. Im Schuljahr 2023/24 fanden deshalb erste Studientage für Lehrkräfte statt, während Schüler/-innen ein Junior Science Café KI veranstalteten, bei dem sie sich mit KI-Expert/-innen austauschten. Im Schulalltag aber auch im Rahmen unserer Teilnahme am Innovationslabor KI der Robert Bosch Stiftung wurde uns schnell klar, wie einschneidend der Wandel durch KI ist und dass wir das Thema grundlegend in der Schulentwicklung verankern müssen. Mit dem Konzept “Own your power!”, das daraufhin entstand, wollen wir sicherstellen, dass die Selbstwirksamkeit der Schüler/-innen weiterhin im Zentrum des Lernens steht, ohne dass das KI-Empowerment, also die
Befähigung zu einem souveränen und reflektierten Umgang mit KI, zu kurz kommt.
Sie setzen innerhalb Ihres Gesamtkonzepts auf vertikale und horizontale Vernetzung. Was ist damit gemeint?
Vertikale Vernetzung bedeutet, dass wir die KI-Kompetenzen unserer Schüler/-innen schrittweise über die verschiedenen Jahrgangsstufen entwickeln. Die Grundlagen legen wir während der zweitägigen KI-Kompetenztage in der Jahrgangsstufe 7 zunächst mit einfachen Konzepten, welche wir in den höheren Jahrgangsstufen nach und nach in den dort stattfindenden, ebenfalls zweitägigen, Kompetenztagen vertiefen und erweitern. Die erworbenen KI-Kompetenzen unserer Schüler/-innen fließen in den Fachunterricht und in das in jeder Jahrgangsstufe am Käthe-Kollwitz-Gymnasium etablierte Projektlernen ein. Die erworbenen Kompetenzen werden also auch horizontal vernetzt, gefestigt und finden konkrete Anwendung. Im Unterricht setzen sich dann die Schüler/-innen zum Beispiel mit KI-generierter Kunst, der Analyse von Datenmengen im Geschichtsunterricht oder der Texterstellung im Fremdsprachenunterricht auseinander.
In welcher Form binden Sie KI als Instrument in den Schulalltag ein?
Grundsätzlich integrieren wir Künstliche Intelligenz überall dort in unseren Schulalltag, wo sie das Lernen unserer Schüler/-innen sinnvoll ergänzt und bereichert. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf eine fundierte Grundlagenbildung, die ein differenziertes Verständnis für die Möglichkeiten, aber auch für die Grenzen und Risiken des KI-Einsatzes vermittelt.
Unser KI-Konzept umfasst insgesamt zehn eng miteinander verzahnte Bausteine. Die überfachliche KI-Grundlagenbildung findet im Rahmen der bereits genannten KI-Kompetenztage statt. Sie bilden die Grundlage dafür, dass alle Kolleg/-innen nach eigenem Ermessen und ohne Zwang KI im Unterricht sowie der Unterrichtsvor- und -nachbereitung einsetzen können. Für den datenschutzkonformen Einsatz kommt dabei die Plattform Fobizz zum Einsatz, die es beispielsweise ermöglicht, Chatbots als Unterstützung der Lehrkraft im Unterricht oder im selbstgesteuerten Lernen bereitzustellen. Besonders interessierte Schüler/-innen haben in der Oberstufe die Möglichkeit, am Zusatzkurs KI teilzunehmen. Dort betrachten sie die Technologie vertiefend, diskutieren ethische Fragestellungen zu gesellschaftlichen Auswirkungen und finden Raum für das experimentelle Arbeiten mit nicht alltäglichen KI-Tools.
Schüler/-innen der Oberstufe können zudem im StudienLab „Wissenswelten und KI“ untersuchen, wie KI wissenschaftliches Arbeiten und wissenschaftliche Praxis verändert.
Um Schüler/-innen in ihrem Umgang mit KI begleiten zu können, braucht es entsprechende Kenntnisse auch auf Seiten der Lehrkräfte. Wie stellen Sie dies sicher?
Unser Gesamtkonzept schließt ein umfassendes Fortbildungskonzept zur Förderung von KI-Kompetenzen ein, das auf zwei Pfeilern basiert. Der erste Pfeiler umfasst die passive Auseinandersetzung mit KI. Dazu zählen unter anderem Kenntnisse über die Möglichkeiten und Grenzen von KI, Fragen der Chancengleichheit sowie die Bedeutung von KI für die Qualität und Effektivität von Aufgabenstellungen. Durch schulinterne Mikrofortbildungen und externe Angebote, beispielsweise über Fobizz, ermöglichen wir allen Kolleg/-innen, diese grundlegenden Kompetenzen systematisch aufzubauen.
Der zweite Pfeiler fokussiert den aktiven Einsatz von KI, etwa in der Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -nachbereitung. An Studientagen, pädagogischen Nachmittagen sowie in fachspezifischen Mikrofortbildungen, etwa im Rahmen von Fachkonferenzen, findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Kolleg/-innen statt. Dieser wird gelegentlich durch Impulse externer Referent/-innen ergänzt.
Ein zentrales Prinzip unseres Gesamtkonzepts ist, dass die KI-Grundlagenbildung an den Kompetenztagen ausschließlich von Lehrkräften durchgeführt wird, die sich freiwillig dazu bereit erklären und hierfür in separaten, internen Schulungen gezielt vorbereitet werden. Auf diese Weise stellen wir sowohl eine hohe fachliche Qualität als auch eine klare Entlastung des Kollegiums sicher.
Künstliche Intelligenz wird immer wieder auch kritisch beäugt, zum Beispiel wenn es um die unhinterfragte Nutzung von Inhalten geht. Wie schaffen Sie hier klare Regeln und Grundsätze?
Die kritische Reflexion von KI und ihrer Bedeutung für die Schule ist ein Herzstück unseres Konzepts. Deshalb haben wir von Beginn an versucht, ein gemeinsames Verständnis in der Schulgemeinschaft zu schaffen, das sich in den Leitlinien zur KI-Nutzung für Schüler/-innen und Lehrkräfte niederschlägt. Dabei verstehen wir KI als Werkzeug, das die Schüler/-innen reflektiert einsetzen und das ihre eigenen Kompetenzen nicht ersetzt. Diese Grundsätze werden den Schüler/-innen im Rahmen der KI-Kompetenztage vermittelt und im Fachunterricht genauso wie beim Projektlernen angewandt. Im Rahmen von Projekten wie dem „StudienLab Wissenswelten und KI“ oder unserem Podcast scienceCLASH eröffnen wir zudem Möglichkeiten, darüber nachzudenken, wie KI beispielsweise die Wissenschaft und die Arbeitswelt verändert.
Erst Ende letzten Jahres gewann ihr Podcast „scienceCLASH” den MINT-EC -Schulpreis. Die nun geförderte zweite Staffel steht unter dem Motto „KI trifft Neurobiologie”. Auf was dürfen sich Hörer/-innen hier einstellen?
scienceCLASH ist ein Wissenschaftspodcast mit Rollentausch: Nicht die Forschenden erklären den Schüler-innen ihre Arbeit, sondern Schüler/-innen präsentieren Forschenden ihre eigene Forschung. So entstehen sofort eine gemeinsame Sprache und ein Gespräch auf Augenhöhe. In der neuen Staffel „KI trifft Neurobiologie“ dreht sich alles um die Frage, wie Lernen und Forschen in Zeiten von KI funktionieren: Wie lernen Gehirne? Wie lernen Maschinen? Und wie verändert KI wissenschaftliche Arbeit und Berufsbilder? Die Perspektive der Schüler/-innen steht dabei im Mittelpunkt. Sie besuchen dafür Forschende an der Charité, der Humboldt-Universität und der Medical School Berlin, sammeln Laborerfahrung und bringen O-Töne mit. Dank der Förderung durch MINT-EC und die Dr. Hans-Riegel-Stiftung dürfen sich die Hörer/-innen auf einen professionell produzierten und journalistisch weiterentwickelten Podcast freuen.
Der KI-Schulpreis ist eine Initiative von Deutschland – Land der Ideen , gefördert durch die Deutsche Telekom Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung.
Bild: Käthe-Kollwitz-Gymnasium
KI-Gesamtkonzept am Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Wohin nach der Grundschule? Termine zum Übergang an die weiterführenden Schulen
Die heutigen Halbjahreszeugnisse markieren für viele Berliner Schüler/-innen einen wichtigen Meilenstein in ihrer Schullaufbahn. Mit ihnen steht die Anmeldung an einer weiterführenden Schule zur 7. oder im Falle eines grundständigen Gymnasiums zur 5. Klasse an.
Wechsel auf eine weiterführende Schule zur 5. Klasse
Im vierten Schuljahr besteht für Kinder die Möglichkeit, auf ein grundständiges Gymnasium zu wechseln. Wenn Eltern der Klassenlehrkraft ihres Kindes den Wunsch zum vorzeitigen Wechsel mitgeteilt haben, erhalten sie mit dem Halbjahreszeugnis den entsprechenden Anmeldebogen und die Förderprognose. Damit können sie ihr Kind an bis zu drei Wunschschulen anmelden. Zwischen dem 10. und 13. Februar 2026 melden Eltern ihr Kind zunächst an der Erstwunschschule an. Das Bezirksschulamt versendet Mitte März einen Bescheid, der entweder den gewünschten Schulplatz bestätigt oder eine Absage für die Erstwunschschule mitteilt. Sollten Kinder keinen Schulplatz an der Erstwunschschule erhalten, können sie am Zweitwunschverfahren teilnehmen. Dafür erhalten Eltern mit dem Ablehnungsschreiben der Erstwunschschule und einer Kopie des Original-Anmeldebogens sowie der Förderprognose eine Information über alle Schulen mit freien Plätzen. Gleiches gilt für das Drittwunschverfahren. Wenn
es auch in der zweiten Bewerbungsrunde nicht mit dem gewünschten Schulplatz geklappt hat, können Eltern sich nun an die Schulen wenden, an denen noch freie Plätze vorhanden sind. Erhält ein Kind an keinem grundständigen Gymnasium einen Schulplatz, setzt es seine Schullaufbahn in seiner Grundschule fort. Die Aufnahme an einem grundständigen Gymnasium kann an bestimmte Bedingungen, zum Beispiel an Zeugnisnoten oder das Bestehen eines Aufnahmetests gebunden sein und erfolgt nach der Rangfolge bestimmter Kriterien.
Wechsel auf die weiterführende Schule zur 7. Klasse
Spätestens im sechsten Schuljahr steht für Kinder und deren Eltern die wichtige Entscheidung über den Besuch einer weiterführenden Schule im Raum. Auch wenn sich die Schularten Integrierte Sekundarschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium in einigen Angeboten unterscheiden, haben sie doch gemeinsam, dass an allen drei Schularten alle Schulabschlüsse erreicht werden können. Für das Schuljahr 2026/2027 gelten die geänderten Aufnahmebedingungen für das Gymnasium, was bedeutet, dass ein Kind nur an ein Gymnasium wechseln kann, wenn es bereits in der 6. Klasse sprachliche, mathematische und persönliche Kompetenzen zeigt, die für ein Weiterlernen am Gymnasium ab Klasse 7 notwendig sind. Diese Eignung kann entweder durch die Förderprognose oder durch das Bestehen des Probeunterrichts nachgewiesen werden. Zur Eignungsfeststellung im Rahmen des Teil 1 der Förderprognose werden die Noten der drei Fächer Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache aus den Zeugnissen des zweiten Halbjahres
der fünften Klasse sowie des ersten Halbjahres der sechsten Klasse addiert. Beträgt die Notensumme höchstens den Zahlenwert 14, ist eine Teilnahme am Probeunterricht nicht notwendig. Übersteigt die Notensumme auf der Förderprognose den Zahlenwert 14, können Schülerinnen und Schüler ihre Eignung für das Gymnasium im Rahmen eines Probeunterrichts nachweisen.
Teilnahme am Probeunterricht
Alle Schüler/-innen, deren Notensumme zur Eignungsfeststellung den Zahlenwert 14 übersteigt, erhalten bei der Zeugnisausgabe am 30.01.2026 auch ein Anmeldeformular, das alle wesentlichen Informationen zur Durchführung des Probeunterrichtes enthält. Dieses Formular geben Eltern am 9. oder 10. Februar 2026 an der zuletzt besuchten Grundschule ihres Kindes ab, wenn sie für Ihr Kind eine Anmeldung am Gymnasium beabsichtigen. Die Anmeldung zum Probeunterricht ist freiwillig.
Der Probeunterricht selbst findet am 20. Februar 2026 an einer von zwölf sogenannten Standortschulen statt. Es gibt jeweils genau eine Standortschule in jedem Schulbezirk. Jedes Kind wird genau einer dieser Standortschulen zugeordnet, die auch auf dem Anmeldeformular ausgewiesen wird. Die zentral vorgegebenen Aufgaben des Probeunterrichts überprüfen sprachliche und mathematische sowie überfachliche Kompetenzen, die für ein erfolgreiches Lernen am Gymnasium als notwendig erachtet werden. Grundlage sind die jeweiligen Rahmenpläne des 1. Halbjahres der Jahrgangsstufe 6. Der Probeunterricht umfasst ca. drei Zeitstunden und beinhaltet neben Einzel- und Gruppenarbeitsphasen auch Begrüßung und Pausen.
Der Anmeldezeitraum für den Übergang in die Jahrgangsstufe 7 an weiterführenden Schulen liegt dann zwischen dem 5. und 12. März 2026. In dieser Zeit melden Eltern ihr Kind in der Erstwunschschule an. Sie können auch einen Zweit- und Drittwunsch angeben. Bei der Anmeldung müssen der Anmeldebogen und die Förderprognose vorgelegt werden. Bei der Anmeldung an einem Gymnasium mit einer Notensumme über 14, muss zudem die Bescheinigung über den bestandenen Probeunterricht beigelegt werden. Voraussichtlich Mitte Juni werden die Bescheide über die Aufnahme oder Nichtaufnahme an den Erst-, Zweit- oder Drittwunschschulen versandt. Sollte ein Kind an keiner der genannten Wunschschulen einen Platz erhalten haben, nennt das Schulamt den Eltern eine weiterführende Schule der gewünschten Schulart mit freien Plätzen. Ist der Besuch dieser Schule nicht gewünscht, können Eltern selbstständig eine andere Schule mit freien Plätzen finden und ihr Kind dort anmelden.
Eine Ausnahme im Übergangsverfahren stellt die Gemeinschaftsschule dar, da hier das Grundprinzip des langen gemeinsamen Lernens gilt. Dieses umfasst vor allem den bruchlosen Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I an derselben Schule. Besucht ein Kind die Primarstufe einer Gemeinschaftsschule, verbleibt das Kind im Wechsel von der 6. zur 7. Jahrgangsstufe an der Schule, ohne dass Eltern weitere Schritte unternehmen müssen. Die Erstellung einer Förderprognose und eines Anmeldebogens ist nur dann vorgesehen, wenn Eltern einen Wechselwunsch an eine andere weiterführende Schule haben und diesen in der Schule geltend machen.
Bild: Depositphotos/monkeybusiness
Wohin nach der Grundschule?
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Weiterführende Schule zur 7. Klasse
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Weiterführende Schule zur 5. Klasse
Kurznachrichten
Umzug des Medienforums
Das Medienforum, das pädagogisches Personal in Berliner Bildungseinrichtungen mit einem Angebot von ca. 104.000 gedruckten und etwa 4.000 digitalen Medieneinheiten versorgt, zieht im Februar 2026 ins Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ). Der Umzug wird voraussichtlich vier Wochen dauern. Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, schließt die Pädagogische Bibliothek deshalb nach den Winterferien. Vor dem Hintergrund der Schließzeit, in der weder Ausleihe noch Rückgabe möglich sind, entfällt seit dem 15. Dezember 2025 die Höchstgrenze ausleihbarer Medien. Gebühren fallen während der Schließzeit nicht an.
Anmeldezeitraum zum Anne Frank Tag 2026 gestartet
2026 findet der Anne Frank Tag bereits zum zehnten Mal statt. Unter dem Motto „Geschichte erzählen“ setzen sich Schüler/-innen dieses Jahr mit der Frage auseinander, wie Erinnerung lebendig gehalten werden kann, welche Geschichten erzählt werden – und welche nicht. Der bundesweite Aktionstag findet jährlich am Geburtstag von Anne Frank am 12. Juni statt und ermutigt Schüler/-innen, Geschichte aktiv zu entdecken. Anne Frank war eine jüdische Schülerin und Holocaust-Opfer, deren Tagebuch weltberühmt wurde. Anmeldungen werden noch bis zum 28. Februar entgegengenommen.
EU-Projekttag 2026: Europa im Klassenzimmer erleben
Rund um den 27. April 2026 bringt der EU-Projekttag Europa direkt in die Schulen: Politiker/-innen sowie Vertreter/-innen aus Verwaltung und EU-Institutionen diskutieren mit Schüler/-innen aktuelle europäische Themen. Der Projekttag richtet sich an alle Schulformen und kann flexibel vor Ort oder digital gestaltet werden. Berliner Schulen können sich bis zum 27. März 2026 anmelden und erhalten Unterstützung bei der Vermittlung von Gästen.
Ausgezeichneter Kinderroman kommt im Theater an der Parkaue auf die Bühne
Die Inszenierung des mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Kinderromans „Wolf“ von Saša Stanišić feiert am 24. Februar Premiere am Theater an der Parkaue. Der junge Kemi muss sich während eines Ferienlagers entscheiden, ob er für einen von einer Gruppe ausgeschlossenen und drangsalierten Jungen eintritt, auch wenn das heißt, womöglich selbst zur Zielscheibe zu werden. Das Stück erzählt von Mobbing und Angst, aber auch Freundschaft und Zivilcourage und ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen.
Einjähriges Bestehen des Berliner Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ)
Seit Anfang 2025 ist das BLiQ als zentrales Unterstützungssystem für die Qualifizierung des pädagogischen Personals und die Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität in Berlin tätig und kann eine positive Bilanz ziehen: So umfasst das Angebot des BLiQ im laufenden Schuljahr rund 4.500 Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Auch in der im Dezember 2025 veröffentlichten Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität im Land Berlin übernimmt das BLiQ eine zentrale Rolle, indem es strategische Ziele in konkrete Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote übersetzt.
BNE-Förderung für Berliner Schüler/-innenfirmen
Das Förderprojekt „youstartN“ der Stiftung Bildung startet in die nächste Förderperiode. Es unterstützt Schüler/-innen-, Azubifirmen und -genossenschaften (kurz: Schüfis), die im Schulalltag wirtschaftliches Handeln mit finanzieller Bildung und Nachhaltigkeit verknüpfen, indem es bereits bestehende Projekte oder innovative Gründungsideen mit bis zu 1.000 Euro fördert. Alle geförderten Projekte, die bis zum 14. Juni 2026 einen Antrag gestellt haben, gehen automatisch ins Rennen für den Förderpreis-youstartN und haben die Chance, mit weiteren 3.000 Euro ausgezeichnet zu werden.
Start der Qualifizierung Fachprofil Medienbildung
Das Fachprofil Medienbildung ist eine berufsbegleitende Qualifizierung zur Gestaltung von Medienerziehung und Medienbildung mit Kindern im Alter von 3 bis 7 Jahren. In fünf Modulen stehen die Erweiterung des Fachwissens im Umgang mit Medien, das Diskutieren medienpädagogischer Fragestellungen, die Erarbeitung von Bildungspotenzialen digitaler Medien und vielfältige Anregungen für die medienpädagogische Arbeit im Fokus. Die Qualifizierung selbst startet im März und endet im Dezember.
Anmeldung zum European Money Quiz
Das European Money Quiz ist Teil der European Money Week, einer jährlichen Initiative der Europäischen Bankenvereinigung (EBF) zur Förderung der Finanzbildung in ganz Europa. Als europäischer Wettbewerb bietet er 13- bis 15-jährigen Schüler/-innen (Klassenstufen 8 bis 10) eine Gelegenheit, ihr Wissen zu Geldthemen auf eine spielerische Art und Weise unter Beweis zu stellen. Die nationalen Wettbewerbe finden im März über die spielbasierte Lernplattform Kahoot statt, die Gewinner aus jedem Land treten anschließend im europaweiten EMQ-Finale in Brüssel gegeneinander an. Anmeldungen sind bis zum 12. März möglich.
“Expedition Depression“-Kreativ-Wettbewerb
Unter dem Motto „Creative Power – Was gibt Dir Kraft“ sind Schüler/-innen der Mittel- und Oberstufe sowie aus Berufsschulen aufgerufen, kreative Beiträge einzureichen, die zeigen, was sie im Alltag trägt und ihnen Kraft gibt – besonders in herausfordernden Zeiten. „Expedition Depression“ ist ein Roadmovie rund um das Thema Depression und wird von der Deutschen Depressionsliga organisiert. Die Gewinner-Schule wird vom Event-Bus besucht, der den Film samt Gesprächsrunde zu ihnen bringt. Eingereicht werden können von Fotos, Kurzgeschichten und Gedichten bis zu Musik oder Podcasts prinzipiell alle Formate. Einsendeschluss ist der 28. Februar.
Termine
12. Februar, 17 – 18.30 Uhr: Vorstellung des Schüler/-innenstudiums an der Technischen Universität Berlin In dieser Online-Veranstaltung stellt die Allgemeine Studienberatung allen interessierten Schüler/-innen sowie Eltern und Lehrkräften das Programm “Studieren ab 16” vor. Die Grundidee des Programms ist ganz einfach: hochmotivierten, leistungsstarken Schüler/-innen ab Klasse 10 wird die Gelegenheit geboten, an der TU Berlin reguläre Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der Studieneingangsphase zu besuchen und entsprechende Leistungsnachweise schon während der Schulzeit zu erbringen. Eine vorherige Anmeldung für die Teilnahme ist nicht erforderlich.
14. Februar, 9 – 15.30 Uhr: Berlin-Tag 2026 Auch in diesem Jahr lädt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zu Deutschlands größter Berufs- und Informationsmesse im Bildungsbereich ein. Fach- und Nachwuchskräfte, Studierende, Quereinsteiger/-innen sowie Schüler/-innen können sich auf dem Berlin-Tag über ihre beruflichen Perspektiven in Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen sowie in der Bildungsverwaltung informieren. Von berufsbegleitender Teilzeitausbildung, über Studienmöglichkeiten bis hin zum Quereinstieg – der Berlin-Tag informiert umfassend zu den vielfältigen Möglichkeiten, die eigene berufliche Zukunft im Berliner Bildungsbereich zu gestalten.
17. Februar, 16.30 – 17.30 Uhr: Orientierungsmöglichkeiten an der Technischen Universität Die Allgemeine Studienberatung stellt hilfreiche Formate und Angebote vor, die für die eigene Studienwahlentscheidung an der TU Berlin genutzt werden können. Von punktuellen Besuchen in Vorlesungen bis hin zu einem Schnupperstudium über ein Semester – die Vielfalt ist groß und jeder Einblick lohnenswert. Die Veranstaltung findet online statt, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
23. Februar, 17 – 19 Uhr: Crashkurs – ABC für Eltern und Elternvertretungen in Berliner Schulen Die Online-Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Elternmitwirkung in der Schule interessieren und sich einen Überblick über deren Möglichkeiten verschaffen möchten. Themen sind u.a. Aufgaben als Elternsprecher/-in, Planung und Organisation von Elternversammlungen sowie ein Überblick über die GEV und weitere Schulgremien. Vorkenntnisse und Vorerfahrungen in der Elternvertretung sind für eine Teilnahme nicht erforderlich.
25. Februar, 16 – 17.30 Uhr: Abgezockt beim Zocken: Kostenfalle bei In-Game-Käufen In diesem Workshop wird vermittelt, was man beim Zocken beachten sollte und wie man Kostenfallen bei In-Game-Käufen vermeiden kann. Der Workshop ist für circa 90 Minuten konzipiert und kann im Unterricht, aber auch in außerschulischen Kontexten umgesetzt werden. Wie sich das Material anwenden lässt, zeigt Dörte Adam-Gutsch, Bildungsreferentin des Projekts Verbraucherchecker. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte und alle weiteren interessierten Bildungsakteur/-innen und ist kostenlos.
25. Februar, ab 19.30 Uhr: Toben, Trotzen, Traurig sein – Wie ich die Emotionen meines Kindes gut begleiten kann Der Familienalltag bringt viele emotionale Herausforderungen mit sich: Ein wütendes Kind nach der Schule, Schweigen beim Abendessen, unausgesprochene Sorgen. In solchen Momenten wünschen sich Eltern Orientierung und Sicherheit im Umgang mit den Gefühlen ihres Kindes. In diesem Webinar lernen sie, wie sie Emotionen wertschätzend begleiten, ihrem Kind helfen, Gefühle zu benennen und eigene Lösungen zu finden. So stärken Eltern Selbstwertgefühl und Selbstständigkeit Ihres Kindes, beugen Konflikten vor und fördern ein gelingendes Miteinander in ihrer Familie.
27. Februar, 10 – 17 Uhr: Hochschulmesse „Dein Studium in Berlin-Brandenburg“ Im Rahmen der Hochschulmesse haben junge Menschen und andere Interessierte die Möglichkeit, mit über 30 staatlichen, privaten und dualen Hochschulen sowie Universitäten ins Gespräch zu kommen und individuelle Beratungen zu den Themen Studienwahl, Berufsorientierung, Finanzierung und Wohnen in Anspruch zu nehmen. Vorträge und Erfahrungsberichte sowie Workshops von Fachexpert/-innen versprechen hilfreiche Erkenntnisse. In einem eigenen Online-Portal können sich Teilnehmende näher zu den Ausstellenden informieren und ihren Messebesuch vorab planen.
Fortbildungen / Fachtage
Zusammen.Arbeit.Konkret – Kooperationswerkstatt für multiprofessionelle Teams am 13. Februar
Multiprofessionelle Zusammenarbeit ist ein großer Vorteil der Ganztagsschule und zugleich kann sie für alle Beteiligten auch herausfordernd sein. In der Kooperationswerkstatt der Serviceagentur Ganztag Berlin reflektieren und entwickeln Teilnehmende zielführende Formate der Zusammenarbeit, der Zuständigkeitsklärung, der gemeinsamen Planung und Reflexion. Teambezogene Arbeitsphasen wechseln sich mit fachlichen und praktischen Impulsen ab. Zudem werden Materialien eingeführt, die bei Bedarf in die eigene Arbeitspraxis übernommen werden können.
Grundlagenseminar zum pädagogischen Ansatz der Stiftung „Kinder forschen“ am 16. Februar
Die IHK Berlin bietet als Netzwerkpartner der Stiftung Kinder forschen zahlreiche Weiterbildungen zu nachhaltigen MINT-Themen für Pädagog/-innen an. Im Grundlagenseminar lernen Teilnehmende das pädagogische Konzept der Stiftung kennen. Sie erfahren mehr über die Entwicklungsgrundlagen des Lernens und vertiefen ihr Wissen über die Begleitung der Kinder beim Denkenlernen in gemeinsamen Entdeckungs- und Forschungssituationen. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Pädagog/-innen, die bisher wenig Erfahrung mit dem Fortbildungsangebot der IHK gemacht haben.
Speed-Dating „Lehrkräfte treffen Unternehmensvertreter/-innen“ am 24. Februar
In der Fortbildung tauschen sich Schulverantwortliche und Unternehmensvertreter/-innen zu Themen der beruflichen Orientierung wie Betriebserkundungen, Praktika, Schulbesuche von Experten/-innen aus den Betrieben oder schulinterne Ausbildungsmessen aus. In individuellen Gesprächen entwickeln die Teilnehmenden konkrete Angebote für die eigene Schülerschaft und initiieren Kooperationen. Zehn Unternehmen sind angemeldet, in zwei Online-Terminen im April und Juni führen die Teilnehmenden vertiefende Kooperationsgespräche mit ausgewählten Partnern sowie Beratungsgespräche mit der Partner Schule Wirtschaft zur konkreten Umsetzung.
Mit Eltern entdecken und forschen ab 24. Februar
Eltern stärker in die pädagogische Arbeit einbinden: Aber wie? Das Fachteam der Stiftung Kinder forschen hat die Antworten. Mit diesem praxisbezogenen Online-Workshop begleitet das Fachteam pädagogische Lehrkräfte über vier Wochen hinweg bei der Planung, Durchführung und Reflexion eines eigenen Praxisprojekts, um Eltern zum entdeckenden und forschenden Lernen mit ihren Kindern anzuregen.
Europa vermitteln in Willkommensklassen und IBA-Klassen am 25. Februar
Die Entscheidungen, die in der Europäischen Union getroffen werden, haben direkten Einfluss auf unseren Alltag und das Leben aller Jugendlichen in Berlin. Wie können Lehrkräfte mit Jugendlichen in Willkommensklassen und IBA-Klassen über die EU sprechen? Wie können sie in einfacher Sprache erläutern, wie Entscheidungen in der EU getroffen und in den Mitgliedsstaaten und Regionen umgesetzt werden?
Neben Überlegungen zur europapolitischen Bildung bietet diese Fortbildung Hinweise zu Quellen, Materialien und Orten in Berlin und Raum für den Austausch.
Förderfachtag „Gemeinsam stark: Kooperationen zwischen Schule und Kultureller Bildung erfolgreich gestalten“ am 25. Februar
Der InfoPoint Kulturelle Bildung lädt ein zum diesjährigen Förderfachtag. Auf dem Programm stehen praxisnahe Impulse zu nachhaltigen Kooperationen aus der Perspektive von Schule und Kulturellem Bildungsakteur, persönliche Beratungsrunden mit Fördermittelgebenden sowie Austausch und Vernetzung mit potenziellen Kooperationspartner/-innen. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich der Kulturellen Bildung, der Jugend- und der Sozialarbeit, an Lehrkräfte und Pädagog/-innen sowie an freischaffende Künstler/-innen.
Partner Schule Wirtschaft – Jahrestagung: Berufsperspektiven für Jugendliche mit Herausforderungen am 26. Februar
Im Rahmen der Jahrestagung erhalten Lehrkräfte und schulische Mitarbeitende Einblicke in die Gestaltung des Übergangs für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf, in Zugangsmöglichkeiten in Ausbildung in Zusammenarbeit mit Jugendhilfe und Reha-Beratung und lernen zusätzlich außerschulische Beratungsangebote kennen, die Lehrkräfte, Jugendliche und Eltern nutzen können.
Zahlen, Zählen, Rechnen – Mathe entdecken am 26. Februar
Wenn Kinder die Zahlen kennen und den Umgang mit den dazugehörenden Symbolen verstehen, erschließt sich ihnen ihre Welt in neuer und vielfältiger Weise. In dieser Fortbildung erhalten Teilnehmende praktische Anregungen, wie sie Kinder in Kitas und in der Grundschule für die Zahlen, das Zählen und das Rechnen begeistern und sie in ihrer mathematischen Kompetenzentwicklung unterstützen können.
Impressum
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin
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